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Nebennierenfunktion vor und während der Therapie einer ALL

Im Verlauf der Induktionstherapie bei Kindern mit akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) kann eine Nebennierenrinden (NNR)-Insuffizienz auftreten. Dieses Problem wird auch für teilweise schwerwiegende Nebenwirkungen der Therapie mit verantwortlich gemacht. Bislang gibt es keine verlässliche Möglichkeit, eine bevorstehende NNR-Insuffizienz im Verlaufe einer Therapie vorherzusagen oder ihren erwarteten Schweregrad abzuschätzen. Dies kann für die klinische Betreuung der Patienten jedoch von großer Bedeutung sein.

NNR-Insuffizienz entsteht im Laufe der Therapie auf Grund der kompletten Unterdrückung der NNR-Funktion durch die kontinuierliche Gabe von hoch dosierten Glukokortikoiden (Prednison 60mg/m2, bzw. Dexamethason 10mg/m2). Diese Medikamente werden über einen Zeitraum von 4 Wochen gegeben. Gegen Ende der 4 Wochen kommt es häufig zu schwer verlaufenden Fieberepisoden, bei denen nur teilweise Erreger für eine Infektion nachweisbar sind. Zeitgleich werden auch vermehrt Übelkeit und Erbrechen sowie Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Müdigkeit und psychische Auffälligkeiten beobachtet. Wie viele dieser Fieberepisoden eine NNR-Insuffizienz ohne Infektion widerspiegeln, ist bislang unbekannt.

Wir wollen bei Kindern mit neu diagnostizierter ALL die NNR-Funktion zu Beginn und während der ersten 4 Wochen der Therapie erfassen. In dieser Zeit werden die Patienten – wie oben beschrieben – mit einer hochdosierten Glukokortikoidtherapie behandelt. Mit der Messung der NNR-Funktion vor Beginn und im Verlauf der Therapie kann der Zeitpunkt herausgefunden werden, wann sich die NNR-Insuffizienz laborchemisch einstellt. Wir hoffen dadurch eine Vorhersage in Bezug auf das Auftreten und den Schweregrad der klinischen NNR-Insuffizienz zu ermöglichen. Dies würde die Steuerung der Therapie am Ende der Induktion erheblich erleichtern und ggf. größere Therapiepausen verhindern.