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Das Lübecker Modell

Die Versorgung Neugeborener drogenabhängiger Mütter erfolgte in vielen Frauen- und Kinderkliniken ohne festes Konzept, mit wechselnden Verantwortlichen und nicht immer einheitlichen Entzugsmedikamenten. Ebenso war es in den damaligen Kliniken für Neonatologie und Pädiatrie der Medizinischen Universität Lübeck. Dies bezieht sich sowohl auf die medizinische, pflegerische als auch die sozialpädagogische Betreuung. Die beiden Kliniken betreuten zu diesem Zeitpunkt ca. 5-8 Kinder mit neonatalem Drogenentzug pro Jahr.

Die Notwendigkeit einer einheitlichen Vorgehensweise lag somit auf der Hand. Zunächst wurde ein festes Team an Ärzten, Pflegekräften und Sozialarbeitern definiert, welches sich intensiv mit der Problematik des neonatalen Drogenentzuges beschäftigte und sich für sämtliche Kinder und deren Familie mit dieser Problematik verantwortlich zeigte. Somit wurde eine neue Kontinuität mit klar verteilten Aufgaben, permanenter Erreichbarkeit und exakten Absprachen bzgl. der Vorgehensweisen erreicht. Mit den beteiligten Institutionen (Drogenhilfe, Jugendamt, Kinderschutzzentrum), Kliniken (Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Substituierende Klinik), Stationen (Perinatalzentrum und Früh- und Neugeborenenstation) wurden entsprechende Absprachen getroffen und genaue Wege und Zeiten definiert. Früh eingebunden in das Konzept wurden ebenso die pflegerische Nachsorge und die niedergelassenen Kollegen aus dem kinderärztlichen und drogensubstituierenden Bereich.

Das neue Konzept des neonatalen Drogenentzugs steht auf drei Säulen: