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Sozialer Hintergrund

Für die Mitglieder der Drogenszene ist eine „Sozitoxizität“ typisch, die sich in sozialer Ausgrenzung und Ghettoisierung, Wohnungslosigkeit und unhygienischer Lebensweise, Krankheitshäufung (v.a. Infektionskrankheiten), Armut und Leben in der Illegalität äußert. Zusammen mit anderen Faktoren führt dies bei den zumeist ohnehin vulnerablen Persönlichkeiten zu niedrigem Selbstwertgefühl, Depressionen und Suizidalität. Aufgrund der Ausgrenzung und der Illegalität wird die „Szene“ aber auch zur Heimat, in der ein Zusammengehörigkeitsgefühl vorherrscht. Allerdings sind zwischenmenschliche Gefühle von einer hohen Ambivalenz geprägt. Drogenabhängige Frauen gehören zumeist den unteren Sozialschichten an.

Der Lebensunterhalt ist abhängig von staatlicher Unterstützung, die Wohnsituation ist vielfach unzureichend. Hinzu kommt die soziale Isolation durch die Abhängigkeit und die Illegalität. Ein nicht geringer Teil der abhängigen Frauen verdient sich das Geld zur Drogenbeschaffung durch Prostitution (bis zu 50% der betroffenen Frauen), zumeist nicht nur für sich sondern auch für den Partner. Dadurch kommt es zu einer überdurchschnittlichen Häufung sexuell übertragbarer Krankheiten bei dieser Klientel. Überdurchschnittlich häufig haben diese Frauen körperliche Gewalt und sexuellen Missbrauch in der Kindheit selbst erfahren, wobei die Angaben zur sexuellen Missbrauchserfahrung zwischen 30% und 80% schwanken. Diese erlittenen Erfahrungen beeinflussen den Aufbau der späteren Mutter-Kind Beziehung.