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Komplikationen

Komplikationen (Mortalität)

Die Angaben zur Mortalität sind widersprüchlich. Es wird von einer deutlich erhöhten Gesamtmortalität ausgegangen. Vor allem die Rate der Sterblichkeit im ersten Lebensjahr scheint erhöhtund wird mit 5% angegeben. Dagegen fanden andere, neuere Untersuchungen über die bereits beschriebenen Auffälligkeiten der Neugeborenen hinaus keine weiteren pathologischen Veränderungen. Eine gute medizinische Betreuung und Überwachung der drogenabhängig en Schwangeren sowie die Durchführung der Substitutionstherapie spätestens ab der 32. Schwangerschaftswoche scheinen die Rate an Frühgeburten und damit die Mortalität der Neugeborenen drogenabhängiger Mütter zu senken.

Infektionsrisiko

Auch wenn es keine Untersuchungen an Neugeborenen drogenabhängiger Mütter zu diesem Thema gibt, muss man davon ausgehen, dass das Risiko, konnatal an HIV, Hepatitis B oder Hepatitis C zu erkranken, für diese Kinder aufgrund der hohen Durchseuchungsrate unter Drogenabhängigen erhöht ist. Zwar existieren keine bundesweite Studien zur Verbreitung von Hepatitis B und C sowie HIV unter Drogenabhängigen, in regionalen Untersuchungen wurden jedoch bei 66% der untersuchten Drogenabhängigen Antikörper gegen Hepatitis C und bei 48% Antikörper gegen Hepatitis B nachgewiesen. Zur HIV-Infektion Drogenabhängiger fehlen zuverlässige Angaben, da die Zahl der Erkrankten in den einzelnen Bundesländern erheblich schwankt und ein starkes West-Ost Gefälle besteht. Mit einem Anteil von 14,9% an der kumulierten Gesamtzahl stellen Drogenabhängige das zweitgrößte Risikokollektiv für HIV-Infektionen dar.